»ANDERE TÖNE – DIE KIRCHENBAND ST. MARIEN FRIESOYTHE«

 

Kirchenband nun nicht mehr namenlos

Seit einigen Jahren gibt es in St. Marien eine Kirchenband. Gegründet wurde sie zur Mitgestaltung des Firmgottesdienstes im Jahre 2012. Damals waren es nur zwei weitere Musiker um Kirchenmusiker Gerold Fuhler. Inzwischen ist die Gruppe neunköpfig: sechs Musiker mit Querflöte, E-Gittare, Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug sowie drei Sängerinnen gehören heute dazu.
Zu den festen Terminen im Jahr gehören die Mitgestaltung der Erstkommunion und der Firmung. Ziel ist es aber auch, mindestens einmal im Jahr in jedem der sechs Gemeindeteile aufzutreten und weitere Gottesdienste mitzugestalten.

Seit dem ersten Auftritt im Jahr 2020 tritt die Band unter dem Namen ANDERE TÖNE auf. Sie verbindet damit nicht nur musikalische Gedanken, sondern ist auch mit anderen Wünschen unterwegs, die der Gemeinde im Gottesdienst spezial am 9. Februar 2020 vorgestellt wurden.

Gedanken zur Namensgebung
Andere Töne wollen wir in Gottesdiensten und Messen spielen und singen und damit ganz bewusst unseren Glauben anders darstellen und präsentieren. Das traditionelle Liedgut wird so wunderbar ergänzt durch Lieder, die bewusst anders sind und uns Mitgliedern der Band auch viel Freude machen. Schwungvoll, frischer, aber auch mal ruhig und stimmungsvoll, mit ansprechenden und in die heutige Zeit passenden Texten und manchmal mehrstimmigem Gesang - so wollen wir dazu beitragen, dass die Musik im Gottesdienst und in der Messe Freude macht, die Stimmung bereichert und zum Mitmachen einlädt.

Andere Töne
wünschen wir uns manchmal auch in der Sprache der Kirche. Die Texte der Bibel und die Texte insbesondere in der Hl. Messe sind heute nicht immer für alle Menschen einfach zu verstehen.

Andere Töne
können helfen, die Botschaft Jesu und seinen Glauben an Gott, den Vater, heute aktuell zu verkündigen. Seit einiger Zeit erleben wir im Gottesdienst spezial, in der Kamper Sommerkirche, beim Laboratorium und selbst bei den Treffen zum Lebendigen Adventskalender, dass sich Menschen immer dann besonders angesprochen fühlen, wenn ein aktuelles Thema aufgegriffen wird. Der Gesang und die Musik der Kirchenband will das aufgreifen und unterstützen. Wir sind der Überzeugung, dass unsere Beiträge gut in die Zeit passen und helfen können, „Kirche“ auch heute attraktiv zu machen.

Andere Töne wünschen wir uns manchmal auch von der Amtskirche. Auch wenn wir wissen, dass die Aufhebung des Zölibats den Priestermangel zumindest nicht kurzfristig beseitigen wird, so sollte doch die Diskussion darüber nicht abgetan werden. Frauen in Weiheämtern immer noch nicht ernsthaft diskutieren zu wollen, passt für uns nicht mehr in die heutige Zeit. Mut zur Veränderung haben, wirklich ernsthaft neue Ideen verfolgen und unterstützen, mal von dem, wie es immer war, abweichen, das wären andere Töne, die wir gerne häufiger hörenmöchten.

Andere Töne hat schließlich Jesus selbst gesprochen. Wie oft hat er sich gegen die geltenden Regeln der jüdischen Religion und Traditionen gestellt, wenn er am Sabbat Kranke heilte, sich mit Sündern, Ausgestoßenen und Gefallenen zum Essen zusammensetzte und sie in seinem Umfeld willkommen hieß. Immer wieder hat er mit Geschichten, die aus dem Leben der Menschen damals gegriffen waren, versucht, den Glauben an Gott und das Wesen Gottes zu erklären. Und es ist heute so wie damals: diese anderen Töne will nicht jeder gerne hören.

Andere Töne sprach Jesus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern. Damit hat er uns ein wunderbares Erbe hinterlassen, aus dem wir immer wieder neue Kraft für unser Leben schöpfen können. Darum sind wir heute hierher gekommen, um zusammen den Glauben zu feiern, Gemeinschaft zu erleben, sich gegenseitig so anzunehmen, wie jede und jeder ist. Und wenn jeder und jede und jedes sich einbringt mit seinem ganz persönlichen anderen Ton, mit dem, was er beitragen kann, dann wird es ein Fest. Dann halten wir die Botschaft Jesu lebendig und den Glauben frisch und aussagestark! Nur so haben wir heute noch etwas zu sagen in dieser Welt.

Als Kirchenband „Andere Töne“ wollen wir in der großen St.-Marien-Gemeinde gerne dazu beitragen!
<<Andere Töne>>